Ein bewusster Import statt einer unsichtbaren Verbindung.

Ein lokales Wissenssystem muss nicht mit einem leeren Bestand beginnen. Öffentliche Forschungsarbeiten können ein guter Ausgangspunkt sein. Der Zugriff darauf sollte jedoch sichtbar und begrenzt bleiben: Welche Anfrage verlässt das eigene System? Welche Daten kommen zurück? Und welche Rechte gelten für die gespeicherte Kopie?

Unser erster Forschungsconnector nutzt Europe PMC. Eine ausdrücklich gestartete Suche übermittelt nur die dort eingegebene Suchanfrage. Bei der Auswahl eines Artikels wird dessen Kennung zum Abruf des Volltexts verwendet. Normale Chatfragen und eigene Dateien werden diesem Dienst nicht als Kontext mitgegeben.

Frei lesbar bedeutet nicht frei nachnutzbar.

Eine Open-Access-Markierung allein reicht für unseren automatischen Import nicht aus. Sacretus prüft die Lizenzangaben im Originalartikel. Der erste Connector akzeptiert eindeutige CC-BY- und CC0-Angaben. Unklare oder sichtbar widersprüchliche Rechte sowie andere Lizenzvarianten werden zur manuellen Prüfung zurückgestellt.

Der lokale Quellenstand bewahrt Titel, Urheber, Artikelkennung, Lizenz, Abrufzeit und Prüfsummen. Der Parser übernimmt Absätze aus Abstract und Haupttext. Tabellen, Abbildungen und Literaturverzeichnisse sind nicht Teil dieses Textimports; die gespeicherte Quelle weist darauf hin. Die Europe-PMC-Hinweise zur Nachnutzung erläutern den Unterschied zwischen verfügbarem Volltext und seinen jeweiligen Rechten.

Eigene Dateien bleiben eigene Dateien.

PDF, DOCX, Markdown und Text lassen sich direkt in den Wissensraum laden. Größere tabellarische Bestände können als XLSX, CSV oder JSONL eingelesen werden. Eine Vorschau hilft, Blatt, Titelspalte und benötigte Felder zu wählen. Bei gescannten PDFs ohne Textschicht ist zunächst eine geeignete Texterkennung nötig; der Pilot enthält keinen universellen OCR-Prozess.

Ein importiertes Dokument ist noch kein freigegebener Fakt. Die fachliche Prüfung bleibt ein eigener Schritt. Das schützt vor der stillen Verwandlung jeder Textpassage in eine vermeintlich verbindliche Regel.

Die Qualität hängt vom Bestand ab.

Mehr Dokumente ergeben nicht automatisch bessere Antworten. Ähnliche Begriffe, verschiedene Sprachen und widersprüchliche Quellen stellen zusätzliche Anforderungen. Die aktuelle Suche arbeitet überwiegend lexikalisch. Englische Arbeiten lassen sich daher am verlässlichsten über Originaltitel, Artikelkennung und englische Fachbegriffe erkunden.

Für den Einstieg verwenden wir Arbeiten zu FAIR-Daten, reproduzierbarer Forschung und wiederverwendbarem Wissen. Damit lässt sich der Import- und Belegablauf demonstrieren, ohne eine klinische Leistungsfähigkeit zu suggerieren. Unser nächster Maßstab sind Fragen aus realen, abgegrenzten Pilotbeständen.

Dieser Beitrag beschreibt den aktuellen Entwicklungsansatz. Er ist kein Nachweis einer klinischen oder unabhängigen produktbezogenen Validierung.